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Köpenick: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom slawischen Burgwall auf der Insel zwischen Dahme und Spree zur Stadt, zum Schauplatz eines der bekanntesten Streiche der deutschen Geschichte und zum größten Ortsteil Berlins.

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Geschichte von Köpenick

Kurz gesagt

Köpenick entstand um eine slawische Inselburg an der Mündung der Dahme in die Spree und wurde am 10. Februar 1209 erstmals urkundlich erwähnt. Es war eine märkische Stadt, bis es am 1. Oktober 1920 zu Groß-Berlin kam. Weltbekannt wurde es 1906 durch den „Hauptmann von Köpenick“.

Köpenick im Überblick

Bezirk
Treptow-Köpenick
Fläche
fast 35 km²
Erstmals genannt
10. Februar 1209
Stadtrecht
um 1232
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Schreibweise mit K
seit 1. Januar 1931
Firmen (IHK-Zählung)
915

Name und Anfänge: die Burg auf der Insel

Köpenick liegt dort, wo die Dahme in die Spree mündet, und diese Lage erklärt, warum hier seit mehr als tausend Jahren Menschen siedeln. Auf einer Insel im Zusammenfluss, der heutigen Schlossinsel, bestand früh eine Burganlage. Eine Holzdatierung (Dendrochronologie) im slawischen Burgbereich reicht bis in das Jahr 849 zurück.

Die Burg selbst wird häufig dem 8. oder 9. Jahrhundert zugeordnet. Ältere Befestigungen soll es gegeben haben, doch die genaue Datierung ist unsicher.

Der Name ist slawischen Ursprungs. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick führt ihn auf das Wort „kopa“ zurück, das einen Erdhügel bezeichnet. Gemeint wäre dann eine Ansiedlung auf einem Hügel, vermutlich dem Burgwall. Eine andere Deutung liest „Copnic“ als „Inselort“. Beide Erklärungen passen zur Lage, endgültig entscheiden lässt sich zwischen ihnen nicht.

Im 12. Jahrhundert war die Burg Hauptsitz der Sprewanen, eines slawischen Stammes an der mittleren Spree. Ihr Fürst Jaxa, auch Jacza oder Jaczo genannt, lebte bis 1176.

Von der Insel aus ließen sich der Verkehr auf den Flüssen und die Übergänge im Gelände überwachen, und genau dieser Vorteil machte den Ort für die Herrscher der Region wertvoll.

Mittelalter: Stadt an Dahme und Spree

Am 10. Februar 1209 nennt eine Urkunde des Markgrafen Konrad II. von der Lausitz den Ort erstmals schriftlich als „Copenic“. Nach dem Teltow-Krieg übernahmen 1245 die Askanier, die Markgrafen Johann I. und Otto III., die Burg. Seitdem gehört Köpenick zur Mark Brandenburg.

Um 1232 soll der Ort das Stadtrecht erhalten haben, doch dieses Jahr ist nur ungefähr überliefert.

Sicherer sind die Bezeichnungen in den Quellen: 1298 heißt Köpenick ein „oppidum“, also ein Marktflecken, und 1325 eine „civitas“, eine Stadt. 1323 trat sie einem Städtebund der Mittelmark und der Niederlausitz bei, was zeigt, dass sie politisch Gewicht hatte.

Neben der Stadt entstand der Kietz, eine slawische Siedlung, die als Fischersiedlung und Dienstsiedlung der Burg beschrieben wird. Die Quellen nennen ihn im 14. Jahrhundert erstmals, wobei ein Verzeichnis das Jahr 1355 angibt und ein anderes 1375. Bis 1898 blieb der Kietz eine eigenständige Landgemeinde.

Erst seitdem gehört er ganz zu Köpenick. Noch heute führen schmale Gassen zwischen niedrigen Häusern hinunter zur Dahme, und manche der Häuser sind älter als 200 Jahre.