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Blankenfelde: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom Angerdorf auf dem Barnim über das Rieselgut der Hauptstadt und die Grenzlage an der Mauer bis zum Dorf zwischen Feldern, Schulgarten und Stadtgut.

Firmen in Blankenfelde

Laut IHK Berlin gibt es 46 Firmen in Blankenfelde – noch keine mit Firmenprofil.

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Branchen, Ämter und Hilfe in Blankenfelde

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Geschichte von Blankenfelde

Kurz gesagt

Blankenfelde liegt am nördlichen Stadtrand und wurde 1284 erstmals urkundlich genannt. Berlin kaufte 1882 das Gut und legte Rieselfelder an, die bis 1985 Abwasser aufnahmen. Seit dem 1. Oktober 1920 gehört das Dorf zu Groß-Berlin und ist nach Angaben der Wikipedia der am dünnsten besiedelte Ortsteil der Stadt.

Blankenfelde im Überblick

Bezirk
Pankow
Fläche
13,35 km²
Erstmals genannt
1284
Stadtgut Berlin
seit 1882
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Pankow
Einwohner
2.106 (31. Dezember 2025)
Lage
nördlicher Stadtrand, Grenze zu Schildow (Brandenburg)
Firmen (IHK-Zählung)
46

Name und Anfänge: ein Dorf an der Dorfstelle

Blankenfelde liegt ganz im Norden Berlins, dort, wo die Stadt an Schildow in der brandenburgischen Gemeinde Mühlenbecker Land grenzt. Verwechseln sollte man es nicht mit dem Blankenfelde südlich der Stadt, das zur Gemeinde Blankenfelde-Mahlow gehört. Beide Dörfer tragen denselben Namen, haben aber nichts miteinander zu tun.

Zwischen Blankenfelde und Rosenthal tragen alte Karten den Flurnamen „Dorfstelle“. Vermutlich lag dort eine spätslawische Siedlung, die aufgegeben wurde, als um 1230 deutsche Siedler den Barnim besiedelten. Sie legten ein Straßenangerdorf an, ein Dorf mit einer breiten Wiese in der Mitte, und siedelten die Slawen dorthin um.

Der Name erscheint 1284 zum ersten Mal in einer Urkunde, allerdings nicht als Ortsname, sondern als Herkunftsname eines Mannes: Johannes de Blankenfelte war Ratsmann in Berlin. Dass eine Berliner Familie sich nach dem Dorf nannte, zeigt die frühe Verbindung zur Stadt.

Genauer wird das Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375. Es zählt 54 Hufen, also Bauernstellen, darunter vier für den Pfarrer und eine für die Kirche, dazu 24 Kossäten, Kleinbauern mit wenig Land, und einen Krug, das Dorfgasthaus. Gericht und Kirchenpatronat lagen bei einer Adelsfamilie namens Bornewitz.

Die Kirche war damals wahrscheinlich noch aus Holz. Um 1406 bauten die Bewohner sie aus Feldsteinen neu, die Kanten und Fensterlaibungen mit großen Backsteinen gesäumt. Das Datum ergab eine Untersuchung der Dachbalken. Diese spätgotische Saalkirche steht heute noch an der Ecke Hauptstraße und Schildower Straße.

Krieg, Wüstung und die Zeit der Gutsherren

Der Dreißigjährige Krieg verwüstete das Dorf und vermutlich auch die Kirche. Als 1652 gezählt wurde, gab es zwar 17 Höfe und neun Kossätenstellen, doch 14 Höfe und vier Kossätenstellen lagen wüst, also verlassen. Die Felder verwilderten, bis sich neue Familien ansiedelten.

Von 1679 bis 1690 gehörten Dorf und Rittergut dem General-Kriegskommissar Joachim Ernst von Grumbkow. Er ließ die Kirche 1680 umbauen: größere Fenster, ein Dachturm aus Fachwerk und ein Anbau mit Patronatsloge, dem Ehrenplatz des Gutsherrn beim Gottesdienst.

Sein Wappen und eine Inschrift zieren bis heute diesen südlichen Anbau, und ein Grabstein an der Nordseite nennt das „Erbbegräbnis derer von Grumbkow“. Beigesetzt wurde der Gutsherr aber auf seinem Gut Ruhnow in Pommern. 1711 kam Blankenfelde als Vorwerk zum königlichen Amt Niederschönhausen.

Das 18. Jahrhundert verlief ruhig. 1768 goss Johann Friedrich Thiele eine neue Glocke, die noch heute im Turm hängt. Das Gut wechselte mehrfach den Besitzer, und um 1850 entstand das Herrenhaus, das an der Hauptstraße steht. Nach 1858 lebten 410 Menschen im Dorf.