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Französisch Buchholz: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom Dorf am Buchenwald über die Gemüsegärten der französischen Glaubensflüchtlinge und die Feuerwerksfabrik bis zum wachsenden Ortsteil am Nordrand von Pankow.

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Geschichte von Französisch Buchholz

Kurz gesagt

Französisch Buchholz ist ein Angerdorf auf dem Barnim, das 1242 erstmals erwähnt wurde und seinen Namen den Hugenotten verdankt, die sich hier nach 1685 ansiedelten. Von 1913 bis 1999 hieß es schlicht Buchholz. Seit den 1990er Jahren wächst der Ortsteil durch neue Wohngebiete kräftig.

Französisch Buchholz im Überblick

Bezirk
Pankow
Fläche
12,03 km²
Erstmals genannt
1242 als „Buckholtz“
Hugenotten-Kolonie
ab 1685
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Pankow
Einwohner
21.930 (31. Dezember 2025)
Lage
südlicher Barnim, Karower Teiche im Norden
Firmen (IHK-Zählung)
271

Name und Anfänge: ein Angerdorf am Buchenwald

Wer die Hauptstraße entlanggeht, erkennt den alten Dorfanger noch: eine lang gestreckte Dorfmitte, auf der die Feldsteinkirche steht. Solche Angerdörfer legten deutsche Siedler im 13. Jahrhundert auf dem Barnim an, und Buchholz entstand wahrscheinlich um 1230.

Seinen Namen bekam das Dorf von einem Buchenwald in der Nähe. Erstmals schriftlich erwähnt wird es 1242 als „Buckholtz“, und zwar nur beiläufig, als Grenzort des Nachbardorfes Schönerlinde. Nach Angaben des Bezirksamts Pankow ist Buchholz damit das älteste Dorf des Bezirks.

Die Dorfkirche gehört zu den ersten Bauten. Sie entstand als spätromanischer Feldsteinbau, nach Angaben der Wikipedia zwischen 1250 und 1260. Ihre Deckenbalken wurden auf etwa 1305 datiert. Lange trug sie nur einen hölzernen Dachreiter statt eines Turms.

Das Dorf lag am Südrand des Barnims, einer trockenen Hochfläche, an deren Rand die Panke und der Lietzengraben ihre Rinnen gegraben hatten. Im Norden lagen Moore und Torfstiche, dort, wo heute die Karower Teiche liegen. Dieses Wechselspiel aus Acker und Wasser bestimmt den Ortsteil bis heute.

Mittelalter und Dreißigjähriger Krieg

Das Landbuch Kaiser Karls IV. beschreibt Buchholz 1375 als ansehnliches Dorf mit 52 Hufen, also Ackeranteilen bäuerlicher Höfe. Vier davon gehörten dem Pfarrer, eine der Kirche. Acht Freihufen, von Abgaben befreit, besaß die Adelsfamilie von Bredow. Dazu kam ein Krug, das Dorfgasthaus.

Die Kirche wuchs mit dem Dorf. Im späten 16. Jahrhundert zog man unter die Balkendecke ein flaches Kreuzgewölbe ein, 1705 brach man zwei größere Fenster in die Feldsteinwände, und 1706 bekam die Gemeinde ihre erste einfache Orgel. Eine Wetterfahne von 1772 krönte den hölzernen Dachreiter.

Die Grundherrschaft wechselte danach mehrfach: Nach den Bredows folgten die Familien von Schlieben, von Thümen und von Röbel. 1641, mitten im Dreißigjährigen Krieg, erwarb Kurfürst Friedrich Wilhelm erste Anteile am Dorf, und 1670 gehörte ihm Buchholz vollständig.

Der Krieg hatte das Dorf schwer getroffen. Nach seinem Ende stand etwa die Hälfte der Höfe leer, und es fehlten Bauern, die das Land bestellten. Genau diese Lücke sollte wenige Jahrzehnte später Menschen aus einem fernen Land eine neue Heimat bieten.