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Buch: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom slawischen „Wendisch Buk“ über das Barockschloss der Familie von Viereck und die Heilanstalten Ludwig Hoffmanns bis zum Wissenschaftscampus am Stadtrand.

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Geschichte von Buch

Kurz gesagt

Buch ist nach Angaben der Wikipedia der nördlichste Ortsteil Berlins. Aus dem Rittergut der Familie von Röbel wurde ein barocker Adelssitz, aus dem Dorf an der Panke ab 1898 eine Krankenstadt der Großstadt Berlin. Heute prägen die Kliniken und der Forschungscampus mit dem Max-Delbrück-Centrum den Ort, der am 1. Oktober 1920 zu Berlin kam.

Buch im Überblick

Bezirk
Pankow
Fläche
18,15 km²
Erstmals genannt
13. Dezember 1342
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Pankow
Einwohner
17.603 (31. Dezember 2025)
Lage
an der Panke auf dem Barnim, Stener Berg 83 m
Firmen (IHK-Zählung)
143

Name und Anfänge: Wendisch Buk an der Panke

Schon vor 3.000 Jahren siedelten Menschen dort, wo heute die Wiltbergstraße verläuft. Der Archäologe Albert Kiekebusch grub zwischen 1910 und 1914 ein großes Dorf der Bronzezeit aus. Später lebten Germanen am Sandhaus, und ab dem 7. Jahrhundert kamen Slawen, deren Siedlung wohl zur Herrschaft Köpenick gehörte.

Von ihnen stammt der Name. Die Quellen deuten ihn meist slawisch, etwa als „Buckow“ für einen Rotbuchenhain oder als „Buck“ für eine bewaldete Höhe. Die Schreibweise wanderte von Wendisch Buk über Wendeschenbuk zu Buch. Die Vorsilbe erinnerte lange an die slawischen Bewohner, die man damals Wenden nannte.

Deutsche Siedler legten das Dorf als Straßendorf an, mit Höfen entlang eines langen Angers. Die Straße Alt-Buch zeigt diesen Grundriss noch heute. Schriftlich erscheint der Ort am 13. Dezember 1342: Die Herren von Bredow verpfändeten Abgaben aus „Wendeschen Buk“ für 125 Pfund an den Berliner Juden Meyer.

Das Landbuch Karls IV. von 1375, ein Steuerverzeichnis der Mark Brandenburg, zählte 40 Hufen, nach Angaben des Bezirksamts rund 140 Hektar. Die Rechte daran teilten sich Pfarre, Schultheiß, Krüger und mehrere Adelsfamilien. Kirchlich gehörte Buch zum Archidiakonat Bernau.

Heute liegt Buch nach Angaben der Wikipedia am nördlichsten Punkt Berlins. Die Panke fließt hindurch, der Stener Berg erreicht 83 Meter, und etwa die Hälfte der Gemarkung ist unbebaut. Im Süden grenzen Karow, Französisch Buchholz und Blankenfelde an, jenseits der Stadtgrenze liegen Panketal und Wandlitz.

Die Röbel: vom Lehen zum Rittergut

Im August 1412 huldigten Tamme und Czander von Robil dem Burggrafen Friedrich VI. von Nürnberg, der 1415 als Friedrich I. erster Hohenzoller auf dem Markgrafenstuhl wurde. Er bestätigte der Familie ihre Lehen, darunter das Gericht in Buch. Das Schossregister von 1450 nennt 45 Hufen, zwölf davon frei bei den Röbel.

1483 lebten fünf Männer der Familie in Buch, der Ort galt nun als Stammsitz dieses Zweigs. Aus freien Bauern wurden in jenen Jahrzehnten Untertanen: Die Agrarkrise des 14. Jahrhunderts und die wachsende Nachfrage nach Getreide ließen die Gutsherrschaft entstehen, bei der der Adel selbst wirtschaftete.

Nach der Reformation bestätigte die Visitation von 1540 Hans und Valentin von Röbel als Patrone der Kirchen in Buch und Karow. Als Valentin 1559 starb, blieb Hans alleiniger Lehnsträger, und die Familie nannte sich fortan Erbherren von Buch. Bei der Erbteilung von 1587 fiel das Dorf an Zacharias von Röbel.

1598 lebten hier mehr als 30 Familien mit etwa 150 Menschen. Im selben Jahr forderte die Pest 152 Tote, wobei das Kirchenbuch offenlässt, ob Karow mitgezählt wurde. Ein Küsterhaus diente auch als Dorfschule. Der Dreißigjährige Krieg ließ die Einwohnerzahl laut Wikipedia bis 1650 auf etwa 60 sinken.

Mit Hans Dietrich von Röbel endete 1669 die Zeit der Familie. Seine Erben verkauften das Gut für 15.500 Taler an den Generalwachtmeister Gerhard Bernhard von Pölnitz. Der neue Herr dachte nicht an ein Bauerndorf, sondern an einen Sitz, der seinem Rang entsprach.