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Malchow: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom Rastplatz steinzeitlicher Jäger über den Edelsitz eines kurfürstlichen Ministers und die Rieselfelder der Großstadt bis zum Dorf zwischen Naturschutzgebiet und Bundesstraße.

Firmen in Malchow

Laut IHK Berlin gibt es 11 Firmen in Malchow – noch keine mit Firmenprofil.

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Geschichte von Malchow

Kurz gesagt

Malchow ist ein Angerdorf am nordöstlichen Stadtrand, das deutsche Bauern um 1230 auf dem Barnim gründeten und das 1344 erstmals in einer Urkunde erscheint. Seit dem 1. Oktober 1920 gehört es zu Berlin. Mit 643 Einwohnern ist es nach Angaben der Wikipedia der kleinste der 97 Berliner Ortsteile.

Malchow im Überblick

Bezirk
Lichtenberg
Fläche
1,54 km²
Gegründet
um 1230
Erstmals genannt
1344 als „Malchowe“
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Lichtenberg (seit 2001)
Einwohner
616 (31. Dezember 2025)
Gewässer
Malchower See, Hechtgraben, Malchower Aue
Firmen (IHK-Zählung)
11

Name und Anfänge: ein Dorf auf dem Barnim

Lange bevor hier ein Dorf stand, zogen Menschen durch die feuchte Senke am heutigen Malchower See. Um 5000 vor Christus rasteten Jäger, Sammler und Fischer an dieser Stelle. Funde aus der Jungsteinzeit, der Bronzezeit und der frühen slawischen Zeit zeigen, dass der Platz immer wieder Menschen anzog.

Malchow liegt heute im Nordwesten des Bezirks Lichtenberg, am Übergang der Stadt in die offene Feldflur. Nachbarn sind Wartenberg, Neu-Hohenschönhausen und die Stadtrandsiedlung Malchow im Bezirk Pankow. Wasser gibt es reichlich: den Torfstich, den Malchower See und den Hechtgraben, der die Grenze zu Neu-Hohenschönhausen bildet.

Das eigentliche Dorf entstand um 1230, als deutsche Bauern auf der Hochfläche des Barnim siedelten. Sie legten einen Anger an, eine langgestreckte Dorfwiese, um die sich die Höfe gruppierten. Diese Form ist am Verlauf der Dorfstraße noch heute zu erkennen, auch wenn die Höfe längst jüngere Gebäude tragen.

Schriftlich fassbar wird der Ort 1344. In jenem Jahr nennt eine Schenkungsurkunde des Markgrafen Ludwig des Älteren den Namen „Malchowe“. Das Landbuch Karls IV. von 1375, ein Steuerverzeichnis für die Mark Brandenburg, beschreibt dann ein ansehnliches Dorf mit 52 Hufen, vier davon für den Pfarrer.

Neben den Bauern lebten 28 Kossäten im Ort, Kleinbauern mit wenig Land, die sich als Tagelöhner verdingten. Ein Krug, also eine Dorfschenke, versorgte Reisende auf dem Weg nach Norden. Grundherren waren bis ins 17. Jahrhundert die von Barfus, eine Adelsfamilie, deren Malchower Zweig das Dorf vor 1375 besessen hatte.

Die Feldsteinkirche und ihre Umbauten

Mitten auf dem Anger errichteten die Siedler in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts ihre Kirche. Sie bestand aus einem rechteckigen Saal und einem breiten Turm aus Feldstein, also aus Findlingen, die die Bauern von den Äckern sammelten. Der Stil stand zwischen später Romanik und früher Gotik.

Dieser Bau überdauerte vier Jahrhunderte, bis der damalige Gutsbesitzer von 1691 bis 1693 den Saal aus Backstein neu aufführen ließ. Der alte Feldsteinsockel blieb darunter erhalten. Ein dreiseitiger Chor kam hinzu, der Turm bekam Putz und eine hölzerne Laterne, einen kleinen Aufsatz mit Öffnungen.

In die Chorwand mauerte man drei Grabsteine mit Inschriften der Pfarrerfamilie Neander ein. Sie gehören zu den wenigen Teilen der Kirche, die den Zweiten Weltkrieg überstanden haben. Zur Ausstattung zählten eine Messingtaufschale von 1610 und ein Silberkelch von 1606; Taufbecken und Taufengel kamen im 19. Jahrhundert ins Märkische Museum.

Eine letzte Umgestaltung erhielt die Kirche 1882 nach Plänen von W. Köhne. Putz und Laterne verschwanden, der Turm wurde mit Backsteinen erhöht und bekam doppelbogige Rundfenster sowie einen achteckigen Dachreiter. So sah der Bau aus, bis ihn im April 1945 eine Sprengung zerstörte.