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Wartenberg: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom Angerdorf der Ostsiedlung über das Rittergut der Familie von Voß und die Rieselfelder Berlins bis zum Landschaftspark am Rand der Großsiedlung.

Firmen in Wartenberg

Laut IHK Berlin gibt es 32 Firmen in Wartenberg – noch keine mit Firmenprofil.

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Geschichte von Wartenberg

Kurz gesagt

Wartenberg ist ein Dorf am Nordostrand Berlins, um 1230 von Siedlern aus der Altmark angelegt und 1270 erstmals erwähnt. Jahrhundertelang lebte es von Ackerbau und Gut, ab 1882 von den Rieselfeldern der Stadt Berlin. Heute gehört der Ortsteil zum Bezirk Lichtenberg und grenzt an die Plattenbauten von Neu-Hohenschönhausen.

Wartenberg im Überblick

Bezirk
Lichtenberg
Fläche
6,92 km²
Erstmals genannt
1270
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Lichtenberg (seit 2001)
Einwohner
2.708 (31. Dezember 2025)
Lage
Nordostrand Berlins, Grenze zum Landkreis Barnim
Firmen (IHK-Zählung)
32

Name und Anfänge: ein Angerdorf aus der Altmark

Wer heute über die Dorfstraße von Wartenberg geht, bewegt sich auf einem Grundriss aus dem 13. Jahrhundert. Markgraf Albrecht der Bär holte ab 1157 Siedler in die Mark Brandenburg, unter anderem aus der Altmark, dem Harz, aus Flandern und vom Rhein. Sie rodeten, pflügten und legten Dörfer an.

Der Name kam vermutlich mit den Siedlern. In der Altmark gibt es gleichnamige Orte, und die Neuankömmlinge nannten ihr Dorf nach der alten Heimat. Um 1230 entstand so Wartenberg als Angerdorf: Die Höfe reihten sich an einem länglichen Platz, dem Anger, auf dem Teich und Kirche lagen.

Der Platz war gut gewählt: Das Dorf liegt auf dem Barnim, der Hochfläche nordöstlich von Berlin, mit fruchtbaren Äckern und kleinen Seen ringsum. Heute grenzt Wartenberg an Malchow, Falkenberg und Neu-Hohenschönhausen, nach Norden hin direkt an den brandenburgischen Landkreis Barnim.

Schriftlich fassbar wird das Dorf 1270. Eine Urkunde der brandenburgischen Markgrafen nennt einen Bernhardus de Wardenberge, einen Mann, der sich nach dem Ort benannte. Dieses Jahr gilt seither als erste Erwähnung, obwohl die Siedlung da schon rund vier Jahrzehnte bestand.

Mittelalter: Landbuch, Bürger und ein Kurfürst

Einen genauen Blick ins Dorf erlaubt das Landbuch, das Kaiser Karl IV. 1375 für die Mark anlegen ließ. Es zählt 53 Hufen, die Ackeranteile der Bauernstellen. Drei davon gehörten dem Pfarrer, eine der Kirche. Dazu kamen acht Kossäten, Kleinbauern mit Haus und Garten, ein Krug und ein Lehnschulze.

Grundherren waren damals keine Ritter, sondern Bürger. Berliner und Cöllner Familien wie Blankenfelde und Boytin besaßen die Rechte am Dorf und zogen die Abgaben ein. Das änderte sich, als sich die Doppelstadt mit ihrem Landesherrn anlegte.

Im Berliner Unwillen von 1440 bis 1448 wehrten sich die Bürger gegen die Stadtburg, die Kurfürst Friedrich II. auf der Spreeinsel bauen ließ. Sie verloren. Danach fielen ihre Wartenberger Besitzungen an den Kurfürsten, der sie an treue Vasallen weitergab, darunter die Familie Röbel.

1451 wurde das Dorf in zwei Rittergüter geteilt. Diese Teilung hielt mehr als drei Jahrhunderte und prägte den Ort: zwei Herrensitze, zwei Wirtschaftshöfe, ein Dorf. Erst ein preußischer Minister sollte beide Hälften wieder zusammenführen.