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Prenzlauer Berg: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Wie Prenzlauer Berg entstanden ist und was seine Geschichte ausmacht.

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Geschichte von Prenzlauer Berg

Kurz gesagt

Prenzlauer Berg ist kein alter Dorfkern, sondern ein Stück Feldmark mit Windmühlen vor den Toren Berlins, das ab etwa 1830 zur Stadt gehörte. Brauereien, die Bebauung nach dem Hobrecht-Plan und die Lage an der Mauer prägten den Ortsteil. 1989 wurde er zu einem Ort der Friedlichen Revolution.

Prenzlauer Berg im Überblick

Bezirk
Pankow
Erstmals genannt
Als Dorf nie gegründet; der Name „Prenzlauer Berg“ ist in einem Schreiben vom Mai 1826 belegt
Zu Berlin seit
Um 1830 dem Berliner Weichbild zugeschlagen; als eigener Bezirk seit dem 1. Oktober 1920 Teil von Groß-Berlin
Name
Nach der Anhöhe am Beginn der Prenzlauer Allee, der Ausfallstraße Richtung Prenzlau
Bezirk
Eigener Bezirk von 1920 bis 2001, seitdem Ortsteil im Bezirk Pankow
Fläche
rund 11 km²
Firmen (IHK-Zählung)
3.921

Name und Lage: ein Berg ohne Dorf

Wer in Prenzlauer Berg nach einem alten Dorfkern sucht, findet keinen. Anders als viele Berliner Ortsteile ist dieser nicht aus einem mittelalterlichen Ort hervorgegangen. Das Bezirksamt Pankow weist darauf hin, dass hier erst im 18. Jahrhundert überhaupt gebaut wurde.

Zuvor gehörte das Land als Äcker und Weiden zur Feldmark der Stadt Berlin, also zu den landwirtschaftlich genutzten Flächen vor den Mauern.

Der Name verweist auf das Gelände. Nördlich der Altstadt steigt das Land zum Barnim an, einer eiszeitlich geformten Hochfläche. Der Anstieg liegt am Anfang der Prenzlauer Allee, jener Straße, die nach Prenzlau in der Uckermark führt. Die Berliner sprachen schlicht vom „Berg“.

Schriftlich nachweisen lässt sich der Name in einem Schreiben vom Mai 1826. Als 1920 der Verwaltungsbezirk entstand, hieß er zunächst „Prenzlauer Tor“, nach einem Stadttor, das damals längst nicht mehr stand. Schon 1921 wurde er in Prenzlauer Berg umbenannt.

Die Straßen, die heute den Ortsteil durchziehen, sind älter als seine Häuser. Schönhauser Allee, Prenzlauer Allee und Greifswalder Straße folgen Wegen, die von der Stadt nach Norden und Nordosten führten. Die Danziger Straße ist als Verbindungsweg in der Feldmark seit 1822 nachweisbar. An diesen Linien orientierte sich später die Bebauung.

Windmühlen und Äcker vor dem Stadttor

Bis ins frühe 19. Jahrhundert lag das Gebiet jenseits der Akzisemauer. Diese Zollmauer wurde 1734 bis 1737 errichtet und begrenzte den Bereich, in dem Steuern auf Waren erhoben wurden. Draußen blieb es weitgehend unbebaut. Vor dem Schönhauser Tor, nahe an der Stadt, standen nach Angaben des Bezirksamts etwa 30 Windmühlen.

Der Hügel zwischen Schönhauser Allee und Prenzlauer Allee hieß deshalb Windmühlenberg. Es war ein Mühlenstandort am Stadtrand.

Das Besitzgefüge änderte sich in den 1820er Jahren. Nach den preußischen Reformen konnten die bisher abhängigen Bauern Eigentümer ihres Landes werden, und die Berliner Hufen, die alten Ackerflächen, wurden aufgeteilt und Stück für Stück verkauft. Besonders die Familien Griebenow, Büttner und Bötzow sicherten sich große Teile.

Zusammen besaßen sie danach mehr als zwei Drittel der Fläche. Die Königlichen Mühlen auf dem Windmühlenberg wurden 1826 an die Familie Bötzow verkauft. Die letzten beiden Windmühlen brannten 1872 ab.

Zugleich rückte die Stadt heran. Um 1830 wurde das Gebiet in das Berliner Weichbild einbezogen, den rechtlichen Stadtbereich. Der östliche Teil gehörte seitdem zur Königsstadt, der westliche zur Rosenthaler Vorstadt.

Auch für die Toten wurde das Land genutzt: 1827 weihte die Jüdische Gemeinde ihren Friedhof an der Schönhauser Allee ein, und bis 1880 wurden hier alle in Berlin verstorbenen Juden beigesetzt.