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Friedrichshain: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Wie Friedrichshain entstanden ist und was seine Geschichte ausmacht.

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Geschichte von Friedrichshain

Kurz gesagt

Friedrichshain wuchs aus dem Fischerdorf Stralau und der Stralauer Vorstadt zu einem dicht bebauten Arbeiterviertel heran und trägt den Namen des 1840 beschlossenen Volksparks. Bahnhof, Fabriken und Mietshäuser prägten das 19. Jahrhundert, nach 1945 entstand die Karl-Marx-Allee. Die Mauer an der Spree machte den Ortsteil zum Grenzgebiet, heute steht dort die East Side Gallery.

Friedrichshain im Überblick

Bezirk
Friedrichshain-Kreuzberg
Älteste Siedlung
Fischerdorf Stralau, 1358 urkundlich erwähnt
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920 (Bezirk Friedrichshain; Teile gehörten bis 1938 zu Lichtenberg)
Name
nach dem Volkspark Friedrichshain, benannt nach König Friedrich II.
Frühere Selbständigkeit
eigener Bezirk 1920 bis 2001, seitdem Teil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg
Fläche
rund 9,8 km²
Firmen (IHK-Zählung)
2.945

Name und Lage: ein Stadtteil nach einem Park

Friedrichshain liegt östlich der Berliner Altstadt und reicht von der Spree im Süden bis zum Volkspark im Norden. Der Ortsteil ist nach genau diesem Park benannt, und der Park wiederum erinnert an den preußischen König Friedrich II.

Die Stadtverordneten von Berlin beschlossen 1840, zum hundertsten Jahrestag seiner Thronbesteigung eine Grünanlage im dicht bewohnten Osten anzulegen. Ein Stadtteil dieses Namens existierte damals noch nicht. Der Name wurde erst 1920 auf den neu gebildeten Verwaltungsbezirk übertragen und lebt heute als Ortsteilname fort.

Die Fläche des Ortsteils beträgt nach den verfügbaren Angaben etwa 9,8 Quadratkilometer. Er grenzt an Mitte, Prenzlauer Berg und Lichtenberg, und jenseits der Spree liegt Kreuzberg, mit dem Friedrichshain seit 2001 einen gemeinsamen Bezirk bildet.

Innerhalb des Ortsteils unterscheidet man heute mehrere Viertel, die auf unterschiedliche Entwicklungen zurückgehen, etwa das Andreasviertel und die Gegend um die Karl-Marx-Allee im Westen, das Gebiet um den Boxhagener Platz im Osten sowie die Halbinsel Stralau an der Spree.

Fischerdorf, Vorstadt und Gärten

Der älteste Teil des heutigen Ortsteils ist Stralau, ein Fischerdorf auf einer Halbinsel in der Spree. Der Name ist slawischen Ursprungs und wird meist als „Pfeilort“ gedeutet, was zur spitzen Form der Halbinsel passen würde. Urkundlich greifbar wird das Dorf am 6.

Mai 1358, als Berlin-Kölln es zusammen mit dem Rummelsburger See von einem Ritter kaufte. Die Dorfkirche entstand von 1459 bis 1464 und wurde am 24. August 1464 geweiht. Im Februar 1945 durch Bomben beschädigt, wurde sie 1949 wiederaufgebaut.

Aus Stralau stammt auch ein Brauch, der weit über das Dorf hinaus bekannt war: der Stralauer Fischzug. Kurfürst Johann Georg verbot 1574 das Fischen in der Spree von Ostern bis zum Bartholomäustag, dem 24. August.

Am Ende dieser Schonzeit zogen Berliner nach Stralau, um beim ersten Fang dabei zu sein, und daraus wurde ein Volksfest. 1873 verbot es der Amtsvorsteher, später wurde es mehrfach neu belebt, und 1998 endete es endgültig aus Geldmangel.

Der größere Teil des Ortsteils ging aus der Stralauer Vorstadt hervor. Sie entstand gegen Ende des 17. Jahrhunderts vor dem Stralauer Tor der Berliner Festungsmauer und erhielt von diesem Tor ihren Namen. Im 18.

Jahrhundert schloss die Berliner Zollmauer das Gebiet ein, und an der Spree bildete der Oberbaum, eine Zollsperre im Fluss, den Eingang zur Stadt. Am heutigen Brückenstandort ist seit 1723 eine hölzerne Brücke belegt. Weiter östlich entstanden die ländlichen Siedlungen Boxhagen, das im 16.

Jahrhundert als Vorwerk (landwirtschaftlicher Hof) erwähnt wird, und ab 1770 die Kolonie Friedrichsberg. Beide gehörten später zu Lichtenberg. Bis ins 19. Jahrhundert prägte vor allem Gartenbau das Bild des Viertels.