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Falkenberg: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Von einem Bauerndorf am Rand des Barnim über das Gut der Familie Humboldt und die Rieselfelder der Großstadt bis zum jungen Wohnviertel am Gehrensee.

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Geschichte von Falkenberg

Kurz gesagt

Falkenberg ist ein altes Straßendorf auf dem Barnim am nordöstlichen Stadtrand, erstmals am 26. Juni 1370 urkundlich erwähnt. Im 18. Jahrhundert gehörte das Gut der Mutter der Brüder Humboldt, ab 1875 der Stadt Berlin, die hier Rieselfelder anlegte. Seit 1920 gehört der Ort zu Berlin, seit 2001 zum Bezirk Lichtenberg.

Falkenberg im Überblick

Bezirk
Lichtenberg
Fläche
3,06 km² (1920: 10,2 km²)
Erstmals genannt
26. Juni 1370
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Lichtenberg (seit 1. Januar 2001)
Einwohner
3.276 (31. Dezember 2025)
Lage
Nordöstlicher Stadtrand, Grenze zu Ahrensfelde
Firmen (IHK-Zählung)
27

Name und Anfänge: ein Straßendorf auf dem Barnim

Wer heute die Dorfstraße entlanggeht, bewegt sich auf einem Grundriss, der rund 800 Jahre alt ist. Im 13. Jahrhundert legten bäuerliche Siedler hier ein Straßendorf an, also ein Dorf, dessen Höfe sich beiderseits einer einzigen Straße aufreihen. Der Boden gehörte zum Barnim, der Hochfläche nordöstlich der Spree.

Die erste schriftliche Spur stammt vom 26. Juni 1370. An diesem Tag nennt eine Urkunde des Markgrafen Otto des Faulen den Ort. Fünf Jahre später taucht auch die Dorfkirche in den Schriftquellen auf, als das Landbuch der Mark Brandenburg die Dörfer der Gegend verzeichnete.

Die Kirche war ein schlichter Bau aus Feldsteinen, wie ihn viele Dörfer der Mark besaßen. Ihr Grundriss deutet auf die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts hin. Sie stand mitten auf dem Friedhof an der Nordseite der Dorfstraße, und genau dort liegen ihre Reste noch heute.

Die Herkunft des Namens erklären die abgerufenen Quellen nicht. Sicher ist nur, dass der Ort nicht mit dem gleichnamigen Falkenberg in Bohnsdorf verwechselt werden darf, wo die Gartenstadt Falkenberg steht. Das Dorf im Nordosten blieb über Jahrhunderte, was es anfangs war: eine Reihe von Höfen mit Feldern ringsum.

Dorf und Gut bis ins 18. Jahrhundert

Über die Jahrhunderte nach der Ersterwähnung berichten die Quellen wenig. Falkenberg war ein Dorf wie Malchow und Wartenberg nebenan, mit Bauern, Kirche und Krug. Das Bezirksamt Lichtenberg fasst die drei Orte bis heute als Dörfer des Lichtenberger Nordens zusammen, deren Bild von alten Gutshöfen bestimmt wird.

Irgendwann entstand neben den Bauernhöfen ein Rittergut. Ein Rittergut war ein adliger Besitz, dessen Herr über das Dorf gebot und Abgaben einzog. Im 18. Jahrhundert gehörte es einem Oberstleutnant von Lochau. Von ihm sollte es 1791 in die Hände einer Frau übergehen, deren Söhne bis heute weltweit bekannt sind.

Von der Dorfzeit künden an der Dorfstraße noch viele Wohn-, Stall- und Scheunengebäude aus dem 19. Jahrhundert. Sie stehen unter Denkmalschutz und zeigen, wie dicht Wohnen und Landwirtschaft hier beieinanderlagen. Mit dem Kauf durch die Familie Humboldt begann ein neues Kapitel des Ortes.