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Marzahn: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Wie Marzahn entstanden ist und was seine Geschichte ausmacht.

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Geschichte von Marzahn

Kurz gesagt

Marzahn war jahrhundertelang ein kleines Angerdorf im Barnim, das um 1300 erstmals genannt wird. Seit 1920 gehört es zu Berlin. Im Jahr 1977 begann hier der Bau einer der größten Plattenbausiedlungen der DDR, die dem Ortsteil sein heutiges Gesicht gab. Dazu kommen das erhaltene Dorf und die Gärten der Welt.

Marzahn im Überblick

Bezirk
Marzahn-Hellersdorf
Erstmals genannt
um 1300, als „Mortzane“ (die Schreibweisen wechseln, auch „Morczane“)
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920 (Bezirk Lichtenberg)
Name
slawischen Ursprungs, meist als „Sumpf“ oder „Siedlung am sumpfigen Gelände“ gedeutet
Eigener Stadtbezirk
1979 bis 2000 (bis 1986 mit Hellersdorf, Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf)
Heute im Bezirk
Marzahn-Hellersdorf seit 1. Januar 2001
Firmen (IHK-Zählung)
1.234

Name und Anfänge: ein Dorf am Rand der Sümpfe

Wer heute durch Marzahn fährt, sieht vor allem Wohnhochhäuser. Der Ortsteil ist aber viel älter als die Plattenbauten. Das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf verweist darauf, dass die Gegend schon vor rund 11.000 Jahren von Menschen aufgesucht wurde. Das Dorf selbst ging dagegen erst im 13.

Jahrhundert aus der Besiedlung des Barnim hervor, jener Hochfläche nordöstlich von Berlin, auf die deutsche Siedler zogen und wo sie sich mit der slawischen Vorbevölkerung mischten. Marzahn entstand als sogenanntes Angerdorf: Die Höfe reihen sich um einen langgezogenen, in der Mitte offenen Platz, den Anger.

Die erste schriftliche Erwähnung wird um 1300 angesetzt, damals in der Schreibung „Mortzane“. Rund siebzig Jahre später, im Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375, taucht der Ort erneut auf, in der Schreibung „Murczane“ oder ähnlich. Beide Formen zeigen, dass die Schreiber den fremd klingenden Namen nach Gehör festhielten.

Er gilt als slawischen Ursprungs. Meist wird er auf ein Wort für Sumpf oder feuchtes Gelände zurückgeführt, was zur Lage in der Nähe der Wuhle passt, deren Aue bei hohem Wasser häufig überflutet wurde. Sicher ist diese Deutung nicht, denn für Ortsnamen dieser Zeit fehlen oft eindeutige Belege.

Mittelalter, Reformation und Dreißigjähriger Krieg

Das ruhige Dorfleben spiegelt sich in der Dorfkirche wider. Im späten 13. Jahrhundert entstand an ihrem Platz ein frühgotischer Bau aus Feldsteinen, den eine Mauer umgab. Im Jahr 1496 wurde ein Gewölbe eingezogen.

Nach der Reformation, die in der Mark Brandenburg in den 1530er Jahren eingeführt wurde, gehörte Marzahn kirchlich zunächst zu Biesdorf, ab 1603 zu Friedrichsfelde. Die Kirchengemeinde war damit eine Tochter der Nachbargemeinde, und dieses Verhältnis blieb bis nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen.

Auch die Herrschaft über das Dorf wechselte mehrfach. Im Landbuch von 1375 sind Anteile verschiedener Besitzer verzeichnet, darunter das Kloster Friedland, die Pfarre und adelige Familien. Im 17. Jahrhundert ging das Dorf an den brandenburgischen Landesherrn über und blieb danach bis ins 19.

Jahrhundert im Besitz der Kurfürsten und späteren Könige (nach einer Angabe bis 1872). Der Dreißigjährige Krieg (1618 bis 1648) traf die Gegend hart. Marzahn gilt als stark verwüstet, und die Überlieferung nennt für 1652 nur noch fünf Kossäten, das sind kleine Bauern mit wenig Land, die den Krieg überstanden hatten.

Die Dorfgemeinschaft musste praktisch neu aufgebaut werden.