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Steglitz: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Wie Steglitz entstanden ist und was seine Geschichte ausmacht.

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Geschichte von Steglitz

Kurz gesagt

Steglitz begann als Straßendorf am Fuß des Fichtenbergs und wird 1375 im Landbuch Karls IV. erstmals schriftlich genannt. Im 19. Jahrhundert wuchs es mit Bahn und Villenbau zur größten Landgemeinde Preußens heran, 1920 kam es zu Groß-Berlin. Heute prägen die Schloßstraße und ihre Bauten den Ortsteil.

Steglitz im Überblick

Bezirk
Steglitz-Zehlendorf
Erstmals genannt
1375 im Landbuch Kaiser Karls IV. (Familienname schon Mitte des 13. Jahrhunderts belegt)
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920 (als Teil des neuen Bezirks Steglitz)
Name
früher „Stegelitz“; Herkunft nicht sicher geklärt, vermutlich slawisch
Frühere Selbständigkeit
Landgemeinde im Kreis Teltow, um 1900 die größte Landgemeinde Preußens
Fläche
678 Hektar (laut Bezirksamt)
Höchste Erhebung
Fichtenberg, 68 Meter über Normalhöhennull
Firmen (IHK-Zählung)
1.411

Name und Anfänge am Fichtenberg

Steglitz liegt im Südwesten Berlins auf der Hochfläche des Teltow, einer eiszeitlich geformten Landschaft südlich der Spree. Spuren menschlicher Besiedlung reichen laut Bezirksamt bis in die jüngere Jungsteinzeit zurück. Später zogen germanische Stämme durch die Gegend, und um das Jahr 500 kamen Slawen aus dem Osten.

Das spätere Dorf entstand am Fuß des Fichtenbergs, an der Quelle der Bäke, eines kleinen Bachlaufs. Der Fichtenberg ist mit 68 Metern die höchste Erhebung von Steglitz.

Der Name erscheint in alten Schriften als „Stegelitz“ oder ähnlich. Seine Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Das Bezirksamt hält einen slawischen Ursprung für möglich und verweist auf Wortteile, die sich als „Ansiedlung“ und „Berghang“ deuten lassen.

Eine andere, häufig genannte Erklärung leitet ihn von einem slawischen Wort für den Stieglitz ab, den Vogel. Sicher ist, dass sich ein märkisches Adelsgeschlecht „von Stegelitz“ nach dem Ort nannte. Ein Heinrich von Stegelitze schenkte nach Angabe des Bezirksamts um 1242 das Dorf Ahrensdorf bei Potsdam dem Kloster Lehnin.

Das gilt als frühester Nachweis des Namens; die Wikipedia nennt für Namensträger abweichend die Jahre 1197 und 1248.

Der Ort selbst wird erst 1375 schriftlich als Dorf erfasst, und zwar im Landbuch Kaiser Karls IV., einer Bestandsaufnahme der Mark Brandenburg mit Abgaben und Besitzverhältnissen. Gegründet wurde das Straßendorf vermutlich im 13. Jahrhundert, als die askanischen Markgrafen (die damaligen Landesherren) das Land planmäßig besiedeln ließen.

Eine steinerne Kirche löste gegen Ende dieses Jahrhunderts nach den Angaben der Wikipedia eine hölzerne ab.

Ein kleines Dorf an der Straße nach Potsdam

Über Jahrhunderte blieb Steglitz klein. Um 1700 lebten in den vier Dörfern der Gegend, zu denen neben Steglitz auch Lichterfelde, Giesensdorf und Lankwitz zählten, nach Angaben des Bezirksamts zusammen nur etwa 200 bis 300 Menschen. Die Bauern waren von ihren Gutsherren abhängig und bewirtschafteten das Land als Pächter.

Im 15. und 16. Jahrhundert tauchen in Steuerlisten Hufen (ein altes Flächenmaß für einen Bauernhof samt Land) auf, 1451 wird ein Krug erwähnt, und im 16. Jahrhundert saß die Familie Spiel auf einem Hof mit zehn freien Hufen. Als Christoph Erdmann von Spiel 1713 starb, endete diese Linie.

Für die weitere Entwicklung wurde die Lage an der alten Fernstraße zwischen Berlin und Potsdam wichtig, der späteren Reichsstraße 1. Sie führte als Landstraße durch den Ort und wurde 1792 gepflastert, laut Wikipedia als erste gepflasterte Landstraße Preußens. Der Ort profitierte nach Angaben des Bezirksamts von dieser Anbindung.

Aus dem Straßenstück wurde später die Schloßstraße, die bis heute das Rückgrat von Steglitz bildet.

Um die Wende zum 19. Jahrhundert wechselten die Besitzverhältnisse grundlegend. Der königliche Kabinettsrat Carl Friedrich von Beyme erwarb 1801 Gut und Dorf, die Wikipedia nennt auch 1802. Damit begann eine Zeit, in der Steglitz erstmals von einem Gutsherrn gestaltet wurde, der Verwaltung und Reformen in Preußen aus eigener Anschauung kannte.