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Schöneberg: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Wie Schöneberg entstanden ist und was seine Geschichte ausmacht.

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Geschichte von Schöneberg

Kurz gesagt

Schöneberg entstand im frühen 13. Jahrhundert als Straßendorf, 1264 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. Aus dem Bauerndorf wurde um 1900 eine Großstadt mit eigenem Rathaus, von 1920 bis 2000 war es ein Berliner Bezirk. Bekannt ist Schöneberg als Sitz der West-Berliner Politik, für Kennedys Rede 1963 und für das Bayerische Viertel.

Schöneberg im Überblick

Bezirk
Tempelhof-Schöneberg
Erstmals genannt
3. November 1264, als Markgraf Otto III. dem Spandauer Nonnenkloster fünf Hufen Land schenkte
Stadt
seit 1. April 1898 Stadt, ab 1899 eigener Stadtkreis
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920 (Groß-Berlin); der Nordteil war schon 1861 eingemeindet worden
Bezirk
1920 bis 2000 eigener Bezirk (mit Friedenau), seit 2001 Teil von Tempelhof-Schöneberg
Name
Wunschname, der keinen Berg meint und Siedler anlocken sollte
Fläche
10,6 Quadratkilometer
Firmen (IHK-Zählung)
3.336

Ein Wunschname für ein Straßendorf

Der Name Schöneberg führt in die Irre, wenn man nach einem Berg sucht. Der Ort liegt dort, wo das flache Berlin-Warschauer Urstromtal in die Hochfläche des Teltow übergeht, ein nennenswerter Hügel fehlt.

Nach übereinstimmender Darstellung des Bezirksamts und der Wikipedia handelt es sich um einen Wunschnamen, der den Ort schön klingen lassen und Siedler anlocken sollte. Gegründet wurde der Ort im Zuge der deutschen Ostsiedlung (der Besiedlung des Landes östlich der Elbe im Mittelalter).

Gegründet wurde das Dorf nach heutigem Kenntnisstand im frühen 13. Jahrhundert als breites Straßendorf an einer Handelsstraße, die über die Hochfläche führte. Den genauen Zeitpunkt kennt niemand, denn ein Gründungsdokument fehlt. Sicher belegt ist erst der 3. November 1264.

An diesem Tag schenkte Markgraf Otto III. dem Benediktinerinnenkloster in Spandau fünf Hufen Land (eine Hufe ist das Ackerland, von dem eine Bauernfamilie leben konnte) in der „villa sconenberch“. Das Dorf bestand damals also schon, sonst hätte es nichts zu verschenken gegeben.

Die Bewohner lebten von der Landwirtschaft. Aus der Zeit der ersten Siedler hat sich kaum etwas erhalten. Selbst die Dorfkirche, das älteste Gebäude des Ortes, geht in ihrer heutigen Gestalt nicht auf das Mittelalter zurück. Ihr Vorgänger, vermutlich zunächst ein Holzbau, später ein Feldsteinbau, fiel 1544 einem Brand zum Opfer.

Reste von Feldsteinen stecken bis heute im Mauerwerk.

Vom Klosterbesitz zum kurfürstlichen Dorf

Ein recht detailliertes Bild vom mittelalterlichen Schöneberg liefert das Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375, ein Verzeichnis der Besitzungen und Abgaben in der Mark Brandenburg.

Es zählt im Dorf 50 Hufen auf, darunter Land für Pfarrer und Kirche, dazu 13 Kossätenhöfe (kleine Höfe von Bauern mit wenig Land) und einen Krug, also ein Gasthaus. Das Gasthaus zeigt, dass der Ort an einer Handelsstraße lag und Reisende bewirtete.

Die Grundherrschaft, also das Recht auf Abgaben und Dienste der Bauern, wechselte im Laufe der Jahrhunderte. Nach der Chronik des Bezirksamts wurde 1375 der in Berlin ansässige Ritter Parys Grundherr, 1460 das Adelsgeschlecht von Redern. 1506 erwarb Kurfürst Joachim I. von Brandenburg den Ort.

Er wurde damit landesherrlich und dem kurfürstlichen Amt Mühlenhof zugeordnet, das die Besitzungen des Herrschers rund um Berlin verwaltete.

Mit der Nähe zum Hof kam auch ein besonderer Garten nach Schöneberg. Im späten 17. Jahrhundert ließ Kurfürst Friedrich Wilhelm einen größeren Küchen- und Hofgarten einrichten, weil der Garten am Berliner Schloss einer neuen Festungsanlage weichen musste. Aus ihm entwickelte sich im 18.

Jahrhundert der Botanische Garten (ein Garten, in dem Pflanzen gesammelt und erforscht werden). Seine Fläche ist heute ein Park, der den Namen des Dichters Heinrich von Kleist trägt.