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Buckow: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom Bauerndorf an der Straße nach Dresden über die Kleinbahn und die Siedlungen der 1930er Jahre bis zur Großsiedlung am Stadtrand und den Buckower Feldern von heute.

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Geschichte von Buckow

Kurz gesagt

Buckow ist ein um 1230 gegründetes Angerdorf am südlichen Stadtrand, das 1373 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Seine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert steht noch am Dorfteich. Seit 1920 gehört der Ort zu Berlin; die Gropiusstadt teilt ihn heute in zwei Teile.

Buckow im Überblick

Bezirk
Neukölln
Fläche
6,35 km²
Erstmals genannt
1373
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Neukölln
Einwohner
42.079 (31. Dezember 2025)
Lage
Südlicher Stadtrand, Grenze zu Großziethen (Brandenburg)
Firmen (IHK-Zählung)
529

Name und Anfänge: ein Angerdorf im Teltow

Buckow liegt ganz im Süden Berlins, dort, wo die Stadt an die brandenburgische Gemeinde Schönefeld mit dem Ortsteil Großziethen stößt. Der Boden gehört zum Teltow, der Hochfläche südlich der Spree. Felder, Kleingärten und Wohnsiedlungen wechseln sich hier bis heute ab.

Der Name Buckow erzählt von Bäumen. Er leitet sich vom slawischen Wort „buk“ für die Rotbuche ab, ein Flurname, den deutsche Siedler vermutlich übernahmen. Spuren einer slawischen Siedlung fanden sich jedoch nicht. Die Wenden hatten die Gegend wohl benannt, aber nicht dauerhaft bewohnt.

Um 1230 gründeten deutsche Siedler das Dorf nahe dem heutigen Buckower Damm. Sie legten es als Angerdorf an: Die Höfe standen um einen langgestreckten Platz in der Mitte, den Anger, auf dem Teich, Kirche und später die Schmiede Platz fanden. Dieser Grundriss ist in Alt-Buckow bis heute zu erkennen.

Schon im 13. Jahrhundert bauten die Bauern eine Kirche aus Feldsteinen. Eine Holzdatierung am Westportal weist auf die Jahre zwischen 1245 und 1255. Die Wikipedia zum Ortsteil nennt für den Balken das Jahr 1304. Der Bau steht noch heute am Dorfteich, mitten im alten Anger.

Schriftlich erscheint Buckow erst 1373. Zwei Jahre später verzeichnete das Landbuch Kaiser Karls IV. 52½ Hufen, davon zwei für den Pfarrer, dazu einen Krug und eine Windmühle. Eine Hufe war das Ackermaß einer Bauernstelle.

Mittelalter und Dorfzeit: viele Herren, ein Dorf

Anders als viele Nachbardörfer hatte Buckow lange keinen einzigen Grundherrn. Der Besitz war im Mittelalter stark zersplittert, Familien wie Rathenow, Wildenbruch, Goltz, von Britzke, Schaum, Quast und Lindholz hielten Anteile. Um 1500 war die Kirche eine Tochterkirche von Lichtenrade.

Im 15. Jahrhundert fielen mehrere Höfe wüst, das heißt, sie lagen verlassen und unbestellt, und wechselten den Besitzer. 1515 ging der Anteil der Familie Schaum an die Lindholz. Vor dem Dreißigjährigen Krieg lebten im Dorf 13 Hufner, ein Müller, fünf Kossäten, ein Hirte und ein Hirtenknecht.

Hufner waren Vollbauern mit eigener Hufe, Kossäten Kleinbauern mit Haus und Garten, aber wenig Land. Den Krieg überlebten der Schulze, elf Bauern und fünf Kossäten. Das Dorf kam glimpflicher davon als viele andere in der Mark, in denen ganze Siedlungen verschwanden.

Der Feldsteinkirche gaben die Jahrhunderte ihr Gesicht. Im 15. Jahrhundert kam ein spätgotisches Südportal hinzu, im 16. Jahrhundert teilten drei Säulen den Saal in zwei Schiffe. 1719 ließ König Friedrich Wilhelm I. per Erlass Kirchhofmauern bauen; die Buckower Mauer aus Feldsteinen steht noch.

Das Dorf erholte sich langsam. 1711 lebten hier wieder 13 Hufner, ein Müller, ein Hirte, ein Knecht und ein Laufschmied, der von Hof zu Hof zog. Die Windmühle, die schon das Landbuch von 1375 erwähnt, gehörte weiter zum Ortsbild auf der offenen Hochfläche.

Um 1771 zählte das Dorf 18 Wohnhäuser, eine eigene Schmiede und sechs Paar Hausleute. Die Anteile der Lindholz gingen 1788 und 1789 an einen Loncier und dann an den Berliner Lotteriedirektor Grothe. Das Rittergut rückte damit in bürgerliche Hände, und mit dem 19. Jahrhundert begann der Wandel.