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Kreuzberg: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Wie Kreuzberg entstanden ist und was seine Geschichte ausmacht.

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Geschichte von Kreuzberg

Kurz gesagt

Kreuzberg verdankt seinen Namen dem Hügel mit Schinkels eisernem Kreuz-Denkmal von 1821. Der Bezirk wuchs im 19. Jahrhundert aus mehreren Vorstädten südlich der Berliner Altstadt zusammen und wurde 1920 gebildet. In der Teilungszeit lag er am Rand West-Berlins an der Mauer, seit 2001 ist er Teil des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg.

Kreuzberg im Überblick

Bezirk
Friedrichshain-Kreuzberg
Name
Nach dem Kreuzberg im Viktoriapark, der seit der Einweihung des Denkmals mit dem eisernen Kreuz 1821 so heißt; als Bezirksname seit September 1921
Bezirk gebildet
1920, aus Teilen der südlichen Friedrichstadt, der Luisenstadt und der Tempelhofer Vorstadt
Zu Berlin
Der Norden gehörte schon früh zur Stadt, die Tempelhofer Vorstadt kam 1861 hinzu
Höchste Stelle
Der Kreuzberg, rund 66 Meter über Normalhöhennull
Fläche
etwa 10 km², je nach Quelle gerundet
Zugehörigkeit
Ortsteil im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg seit 1. Januar 2001
Firmen (IHK-Zählung)
4.137

Name und Lage: der Hügel mit dem Kreuz

Kreuzberg hat seinen Namen von einer Erhebung, die heute mitten im Viktoriapark liegt. Sie ist rund 66 Meter hoch und überragt die Umgebung deutlich, denn sie gehört zu den Tempelhofer Bergen, einem Höhenrücken südlich der Spree.

Auf dieser Kuppe ließ der preußische König Friedrich Wilhelm III. ein Denkmal für die Befreiungskriege errichten, das ein eisernes Kreuz an der Spitze trägt. Seit der Einweihung 1821 sprach man vom Kreuzberg.

Als Name für einen ganzen Verwaltungsbezirk kam das Wort erst später in Gebrauch. Als 1920 Groß-Berlin gebildet wurde, erhielt der neue sechste Bezirk zunächst den vorläufigen Namen Hallesches Tor. Im September 1921 entschieden sich die Gemeindevertreter für Kreuzberg, weil das Denkmal auf dem Hügel das Wahrzeichen des Bezirks sei.

Wer damals dort wohnte, verstand sich nach Darstellung des Historikers Martin Düspohl übrigens eher als Berliner, Luisenstädter oder Friedrichstädter denn als Kreuzberger. Das gemeinsame Gefühl, zu Kreuzberg zu gehören, wuchs erst im 20. Jahrhundert.

Vom Weinberg zum Nationaldenkmal

Bevor das Denkmal kam, hatte der Hügel andere Namen: Sandberg, Runder Berg, Runder Weinberg, Tempelhofer Berg, später auch Götzescher Berg nach der Familie Götze. Der Name Weinberg hat einen realen Hintergrund. Seit dem 16.

Jahrhundert wurde an den Hängen Wein angebaut, betreut von eigens bestellten Weinmeistern, und ein Teil der Ernte ging in den Verkauf. Der Dreißigjährige Krieg ließ den Anbau fast zum Erliegen kommen, im 18. Jahrhundert wurde er noch einmal betrieben.

Der strenge Winter 1739/40 vernichtete dann die meisten Reben, und der gewerbliche Weinbau endete.

Das Denkmal entwarf Karl Friedrich Schinkel im neugotischen Stil. Der Grundstein wurde am 19. September 1818 gelegt, am 30. März 1821 weihte es der König im Beisein des Zaren Alexander I. ein. Es erinnert an die Kriege gegen Napoleon von 1813 bis 1815.

Der Turm von knapp 19 Metern Höhe besteht aus Gusseisen; zwölf Figuren stehen für einzelne Schlachten. Ein ursprünglich erwogener, viel größerer Dom für diesen Zweck scheiterte an den Kosten.

Zwischen 1875 und 1879 hob man das Denkmal samt Fundament auf einen acht Meter hohen Sockel und drehte es dabei um 21 Grad. Ab 1888 legte Stadtgartendirektor Hermann Mächtig zu seinen Füßen einen Park an, der nach der Kaiserin Victoria benannt wurde und 1894 fertig war.

Zu den Attraktionen zählt ein künstlicher Wasserfall von 24 Metern Höhe, der 1893 zum ersten Mal erprobt wurde. 1980 stellte man den gesamten Park unter Denkmalschutz.