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Symbolbild (KI-generiert)

Friedrichsfelde: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom Bauerndorf Rosenfelde auf dem Barnim über das Lustschloss eines Marinedirektors und die Plattenbauten der DDR bis zum Ortsteil, in dem heute mehr als 58.000 Menschen leben.

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Geschichte von Friedrichsfelde

Kurz gesagt

Friedrichsfelde hieß einmal Rosenfelde und wurde 1265 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Schloss, ein Gut der Familie von Treskow und der Zentralfriedhof mit der Gedenkstätte der Sozialisten prägten den Ort, bevor er 1920 zu Groß-Berlin kam. Seit 1955 liegt hier der Tierpark Berlin.

Friedrichsfelde im Überblick

Bezirk
Lichtenberg
Fläche
5,55 km²
Erstmals genannt
2. April 1265 (als Rosenfelde)
Umbenannt
1699 in Friedrichsfelde
Zu Berlin seit
1. Oktober 1920
Bezirk
Lichtenberg
Einwohner
58.445 (31. Dezember 2025)
Lage
Zwischen Ostbahn im Norden und der Bahnstrecke nach Karlshorst im Süden
Firmen (IHK-Zählung)
460

Name und Anfänge: das Dorf Rosenfelde

Wer heute am Tierpark aus der U-Bahn steigt, ahnt kaum, dass hier einmal ein gewöhnliches märkisches Bauerndorf lag. Es hieß Rosenfelde. Um 1230 gründeten es niederdeutsche Siedler auf dem Barnim, der Hochfläche nordöstlich der Spree, die damals planmäßig mit Dörfern besetzt wurde.

Den ersten schriftlichen Nachweis liefert eine Urkunde vom 2. April 1265. Sie nennt einen Pfarrer Ludwig zu Rosenfelde. Dass es bereits einen Pfarrer gab, zeigt: Das Dorf hatte eine Kirche. Tatsächlich entstand in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts eine erste Steinkirche, die heute nicht mehr steht.

Rosenfelde war ungewöhnlich groß. Das Landbuch Kaiser Karls IV. verzeichnete 1375 für das Dorf 104 Hufen, davon sechs für den Pfarrer. Eine Hufe war das Ackermaß einer Bauernstelle. Nach Angaben der Wikipedia war das etwa doppelt so viel wie auf dem Barnim üblich.

Die Feldmark, also das zum Dorf gehörende Land, reichte weit. Sie umfasste das heutige Friedrichsfelde und Karlshorst vollständig, dazu Teile von Marzahn, Rummelsburg und Lichtenberg. Im Nordosten lagen die Wälder Schragen und Hasenheide, im Süden zogen sich Wiesen bis zur Wuhlheide.

Der alte Dorfanger ist im Straßenbild noch zu erkennen. Rund um den früheren Anger liegt der historische Dorfkern mit Wohnhäusern des 19. Jahrhunderts, die unter Denkmalschutz stehen. Doch den entscheidenden Wandel brachte nicht ein Bauer, sondern ein Mann, der für den Kurfürsten Schiffe baute.

Ein Marinedirektor und ein neuer Name

Ende des 17. Jahrhunderts kaufte Benjamin Raule das Dorf. Raule, 1634 geboren, war Generalmarinedirektor des Kurfürstentums Brandenburg und baute die kleine brandenburgische Flotte auf. An der Straße nach Köpenick ließ er sich 1685 ein Lusthaus errichten, den Kern des späteren Schlosses.

Der Bau mit fünf Fensterachsen folgte dem holländischen Landhausstil. Die Pläne stammen vermutlich von Johann Arnold Nering, dem Baumeister, der auch die Schlosskirche in Köpenick entwarf. Raule nannte sein Haus nach dem Dorf: Rosenfelde.

Lange blieb ihm das Anwesen nicht. 1698 fiel Raule beim Kurfürsten in Ungnade, kam in Haft und verlor seinen Besitz. Das Schloss ging an Kurfürst Friedrich III., den späteren König Friedrich I. in Preußen. 1699 erhielt der Ort seinen heutigen Namen: Friedrichsfelde, nach dem neuen Herrn.

1717 übernahm Markgraf Albrecht Friedrich von Brandenburg-Schwedt das Gut. Hofbaumeister Martin Heinrich Böhme erweiterte das Schloss bis 1719 um je drei Fensterachsen und fügte eine barocke Eichentreppe ein, die noch heute zu sehen ist. Der Markgraf starb 1731 im Schloss.

Böhme war auch an der Dorfkirche tätig. Zwischen 1718 und 1728 baute er sie im Stil des Barock um. 1723 entstand der Turm. So bekam das Dorf, das nun einem markgräflichen Hof diente, ein Gesicht, das zum Schloss passte. Die nächsten Besitzer kamen aus dem Königshaus.