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Tiergarten: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Vom umzäunten Wildpark vor den Toren Berlins über das zerstörte Villenviertel und den Park, der nach 1945 zum Kartoffelacker wurde, bis zum Regierungsviertel von heute.

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Geschichte von Tiergarten

Kurz gesagt

Tiergarten trägt den Namen des Parks, der 1527 als Jagdrevier der Kurfürsten begann. Um den Großen Tiergarten wuchsen im 19. Jahrhundert Villen, der Reichstag und der Potsdamer Platz. Seit 1920 ein Bezirk, ist Tiergarten seit 2001 ein Ortsteil von Mitte mit Regierungsviertel, Kulturforum und Botschaften.

Tiergarten im Überblick

Bezirk
Mitte
Fläche
5,17 km²
Erster Tiergarten
1527
Zu Berlin seit
1861 (Flächen zwischen Park und Spree)
Bezirk Tiergarten
1. Oktober 1920 bis 31. Dezember 2000
Bezirk
Mitte (seit 1. Januar 2001)
Einwohner
16.217 (31. Dezember 2025)
Lage
Großer Tiergarten, im Norden die Spree, im Süden der Landwehrkanal
Firmen (IHK-Zählung)
765

Name und Anfänge: ein Wildpark vor der Stadt

Der Ortsteil heißt wie sein Park, und der Park war zuerst ein Zaun. 1527 ließ der Hof nahe dem Berliner Schloss, westlich der Stadtmauer, den ersten Tiergarten anlegen. Ab 1530 kaufte man nach Westen und Norden Land hinzu, setzte Wild aus und hielt es mit Zäunen von den Äckern fern.

So diente das Gelände den Kurfürsten von Brandenburg als Jagdpark. Hier wohnte niemand, hier wurde gejagt. Mit dem Wachsen der Stadt schrumpfte das Revier Stück für Stück, denn Berlin brauchte Platz, und der Hof gab Ränder ab.

Unter Kurfürst Friedrich III., dem späteren König Friedrich I., bekam der Wald eine Ordnung. Als Verlängerung von Unter den Linden ließ er eine breite Schneise bis zum Schloss Charlottenburg schlagen, das von 1695 bis 1699 entstand. Hinzu kamen der Große Stern mit acht Alleen und ein Platz mit sieben Alleen.

Damit begann die Verwandlung vom Wildrevier zum Waldpark. Die Schneise von damals ist heute die Straße des 17. Juni, der Große Stern ist noch immer der Punkt, an dem sich die Wege kreuzen. Was fehlte, war ein König, der lieber spazierte als jagte.

Vom Jagdrevier zum Park für alle

Dieser König kam 1740. Friedrich II. hielt wenig von der Jagd und beauftragte 1742 seinen Baumeister Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff, die Zäune zu entfernen. Der Tiergarten wurde ein Lustpark im Stil des Barock, mit Blumenbeeten, Labyrinthen, Wasserbecken und Skulpturen entlang der Alleen.

Eine Fasanerie aus dieser Zeit wurde später zur Keimzelle des Zoologischen Gartens, der 1844 öffnete. Seit 1745 durften französische Glaubensflüchtlinge, die Refugiés, in Zelten Erfrischungen verkaufen. Daran erinnert die Straße In den Zelten. Dort forderten Berliner am 6. März 1848 die Abschaffung der Zensur.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wich der Barock dem Ideal der Landschaft. Der Schlosspark Bellevue entstand von 1786 bis 1790. Die Rousseau-Insel legte Justus Ehrenreich Sello 1792 an. Das Schloss Bellevue ist heute der Sitz des Bundespräsidenten.

Die große Umgestaltung kam mit Peter Joseph Lenné. 1818 erhielt er den Auftrag, doch König Friedrich Wilhelm III. lehnte seine erste große Planung ab. Die Fassung, die von 1833 bis 1840 umgesetzt wurde, war ein Landschaftspark nach englischem Vorbild.

Lenné ließ Feuchtgebiete trockenlegen, Wege anlegen und Seen mit Inseln und Brücken schaffen, darunter die Löwenbrücke. Hinzu kamen die Luiseninsel und der Rosengarten. Bis 1881 blieb der Park königlicher Besitz, dann kam er an die Stadt Berlin. Rundherum war inzwischen längst gebaut worden.