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Wedding: Firmen, Ämter, Hilfe und Geschichte

Wie Wedding entstanden ist und was seine Geschichte ausmacht.

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Geschichte von Wedding

Kurz gesagt

Wedding war im Mittelalter ein bald wieder aufgegebenes Dorf an der Panke und blieb bis ins 18. Jahrhundert dünn besiedelt. Nach der Eingemeindung 1861 wuchs es mit Fabriken und Mietshäusern zu einem Arbeiterviertel, das als „Roter Wedding“ bekannt wurde. Seit 2001 gehört es als Ortsteil zum Bezirk Mitte.

Wedding im Überblick

Bezirk
Mitte
Erstmals genannt
1251 (Mühle an der Panke), 1289 als Lehnsgut
Zu Berlin seit
1861; ab 1. Oktober 1920 eigener Berliner Bezirk Wedding
Name
Nach verbreiteter, schwach belegter Deutung vom Adligen Rudolf de Weddinghe und seinem Gutshof
Bezirk heute
Mitte, Ortsteil seit 1. Januar 2001 (der östliche Teil des alten Bezirks wurde der Ortsteil Gesundbrunnen)
Fläche
rund 9,2 km²
Firmen (IHK-Zählung)
1.622

Name und Anfänge: ein Dorf an der Panke

Wedding gehört zu den wenigen Berliner Ortsnamen, die mit Artikel gebraucht werden. Früher sagte man „auf dem Wedding“, heute hört man meist „im Wedding“. Der Name soll auf einen Adligen namens Rudolf de Weddinghe zurückgehen, der hier einen Gutshof besessen haben soll.

Diese Deutung wird oft wiederholt, ist aber nur schwach belegt: Einen solchen Hof kann man nicht genau datieren, und die Darstellungen widersprechen sich im Jahrhundert. Sicher ist nur, dass nach der deutschen Wikipedia im 17.

Jahrhundert auf dem Gebiet des heutigen Nettelbeckplatzes ein Gutshof angelegt wurde; ob er mit dem Namensgeber zusammenhängt, ist offen. Die Panke ist ein kleiner Fluss im Norden Berlins.

Gesichert ist die schriftliche Überlieferung des 13. Jahrhunderts. Im Jahr 1251 wird eine Mühle im Gebiet eines Dorfes erwähnt, das „Weddinge“ hieß.

Schon damals war die Siedlung allerdings offenbar nicht mehr bewohnt, man bezeichnet so etwas als Wüstung (verlassene, nicht mehr bewirtschaftete Siedlung). 1289 taucht der Ort ein weiteres Mal in einer Urkunde auf, nun als Lehnsgut (ein Gut, das ein Herr gegen Dienste zur Nutzung vergibt).

Auch das Bezirksamt Mitte nennt 1251 als Jahr der ersten urkundlichen Erwähnung.

Mittelalter: Acker, Heide und Wald

Die erhaltenen Nachrichten zeigen, dass die Besitzer wechselten, ohne dass das Land selbst dichter besiedelt wurde. Die Mühle an der Panke kam an ein Benediktinerinnenkloster in Spandau, das Lehnsgut an die Stadt Berlin. Im 14. Jahrhundert nutzten Berliner Bürger die Flächen noch als Acker. Später verwilderte das Gelände.

Es wuchs mit Kiefern und Eichen zu und lief als „Berliner Stadtheide“. Ein Dorf im eigentlichen Sinn gab es auf dem Wedding für lange Zeit nicht mehr.

Der Boden war dafür auch wenig einladend. Die Gegend lag nördlich der Stadt, und später ist von Sumpfland die Rede.

Eine Erinnerung an die Landschaft von damals ist die Düne Wedding an der Scharnweberstraße: Sie entstand nach dem Ende der letzten Eiszeit vor etwa 12.000 Jahren, als der Wind Sand aus vegetationslosen Flächen verwehte.

Sie ist die einzige erhaltene Binnendüne mitten in der Stadt, wurde 1976 als Naturdenkmal erfasst und ist seit 2002 nach dem Berliner Naturschutzgesetz geschützt.